Juni 2026

WEECO ASTRUM – eingestellter Cannabisextrakt auf Basis der innovativen SEDDS Technologie

Cannabisextrakte, die mit SEDDS-Technologie (Self-Emulsifying Drug Delivery Systems), wie das WEECO ASTRUM formuliert sind, gelten oft als wirksamer als klassische MCT-Öle – vor allem, weil sie die Aufnahme (Bioverfügbarkeit) der Wirkstoffe wie THC oder CBD im Körper deutlich verbessern. Der Unterschied liegt weniger im Wirkstoff selbst als in der Art, wie er im Körper transportiert und verfügbar gemacht wird.

Grundproblem: schlechte Wasserlöslichkeit von Cannabinoiden

Cannabinoide (z. B. THC, CBD):

  • sind stark lipophil (fettlöslich)
  • lösen sich praktisch nicht in Wasser
  • werden im Verdauungstrakt daher oft ineffizient aufgenommen

Das führt zu Problemen:

  • schwankende Wirkung
  • niedrige Bioverfügbarkeit (oft nur ~6–20 %)
  • verzögerter Wirkeintritt (30–120 Minuten)

👉 Jede Technologie, die die Löslichkeit und Aufnahme verbessert, kann die Wirkung deutlich steigern.

Wie MCT-Öle funktionieren

MCT-Öl (Medium Chain Triglycerides):

  • dient als Trägerfett
  • löst Cannabinoide gut
  • wird im Körper relativ schnell metabolisiert

Vorteile:

  • stabil
  • einfach herzustellen
  • besser als trockene Extrakte

Aber wichtige Limitationen:

  • im Magen-Darm-Trakt entstehen große Fetttröpfchen
  • diese müssen erst durch Gallensalze emulgiert werden
  • Aufnahme hängt stark von:
    • Nahrungszustand
    • individueller Verdauung
    • Leberstoffwechsel (First-Pass-Effekt)

👉 Ergebnis: variable Bioverfügbarkeit und Wirkung

Was SEDDS genau macht

SEDDS sind selbstemulgierende Systeme, bestehend aus:

  • Ölen (z. B. Lipide)
  • Emulgatoren (z. B. Polysorbate)
  • Co-Lösungsmitteln

Entscheidender Mechanismus:

Sobald SEDDS in Kontakt mit Flüssigkeit (z. B. Magensaft) kommen:

➡️ bilden sie spontan eine feine Mikro- oder Nanoemulsion

Typische Tröpfchengrößen:

  • 20–200 nm (sehr klein!)

Warum SEDDS effektiver sind

Viel kleinere Tröpfchen = größere Oberfläche

  • enorme Oberflächenvergrößerung
  • schnellere und vollständigere Aufnahme

👉 Vergleich:

  • MCT: große Emulsionströpfchen
  • SEDDS: Nano-/Mikroemulsion

b) Unabhängiger von Verdauung

SEDDS:

  • benötigen weniger Gallensäuren
  • funktionieren auch auf nüchternen Magen
  • sind weniger abhängig von individueller Verdauung

👉 stabilere Wirkung

c) Verbesserte Aufnahmewege

Cannabinoide werden bei SEDDS häufiger:

  • über das Lymphsystem aufgenommen
  • umgehen teilweise den First-Pass-Metabolismus in der Leber

➡️ mehr Wirkstoff erreicht den Blutkreislauf unverändert

d) Schnellere Wirkung

Durch die feinen Emulsionen:

  • schnellere Diffusion durch die Darmwand
  • kürzere Zeit bis zum Wirkeintritt

e) Höhere Bioverfügbarkeit

Studien (allgemein zu lipophilen Wirkstoffen mit SEDDS) zeigen:

  • oft 2– bis 5-fache Bioverfügbarkeit
  • teilweise noch höher bei optimierten Formulierungen

Bei Cannabinoiden konkret:

  • deutlich höhere Plasmaspiegel
  • geringere notwendige Dosierung für gleiche Wirkung

 

Praktische Auswirkungen

SEDDS vs. MCT in der Anwendung

Faktor

MCT-Öl

SEDDS

Bioverfügbarkeit

mittel

hoch

Wirkungseintritt

langsam

schneller

Konsistenz der Wirkung

variabel

stabil

Abhängigkeit von Nahrung

hoch

gering

Dosierung

höher nötig

geringer möglich

Fazit

SEDDS-Technologie ist wirksamer als MCT-Öl, weil sie ein zentrales Problem löst:

👉 die schlechte Wasserlöslichkeit von Cannabinoiden

Durch die Bildung von Nano-/Mikroemulsionen ermöglichen SEDDS:

  • schnellere Aufnahme
  • höhere Bioverfügbarkeit
  • stabilere Wirkung
  • teilweise Umgehung der Lebermetabolisierung

➡️ Das führt zu einer deutlich effizienteren Nutzung von THC und CBD im Körper.

Die pharmakokinetischen Effekte der SEDDS Technologie

Die Wirksamkeit von Cannabisextrakten wird oft primär am Gehalt von Wirkstoffen wie THC oder CBD gemessen. Tatsächlich ist aber ein anderer Faktor mindestens ebenso entscheidend: wie effizient diese lipophilen Substanzen im Körper aufgenommen werden. Genau an dieser Stelle unterscheiden sich klassische MCT-Öle grundlegend von modernen SEDDS-Formulierungen – und erklären, warum letztere häufig als deutlich wirksamer wahrgenommen werden.

Cannabinoide sind von Natur aus stark fettlöslich und gleichzeitig praktisch unlöslich in Wasser. Das stellt den menschlichen Organismus vor ein Problem, denn unser Verdauungssystem und insbesondere der Dünndarm sind auf die Verarbeitung wasserlöslicher oder zumindest gut dispergierbarer Stoffe ausgelegt. Wird ein Cannabisextrakt in einem herkömmlichen Trägeröl wie MCT verabreicht, liegt der Wirkstoff zwar gelöst vor, bildet im Magen-Darm-Trakt jedoch vergleichsweise große Fetttröpfchen. Diese müssen zunächst durch körpereigene Prozesse – vor allem durch Gallensäuren und Enzyme – aufgespalten werden, bevor die enthaltenen Cannabinoide überhaupt die Darmwand passieren können.

Dieser Schritt ist ein zentraler Engpass. Denn die Effizienz dieser Emulgierung hängt stark von individuellen Faktoren ab: Wurde zuvor Nahrung aufgenommen? Wie gut funktioniert die Fettverdauung? Wie hoch ist die Gallensäureproduktion? All diese Variablen führen dazu, dass die Bioverfügbarkeit von Cannabinoiden in MCT-Ölen oft niedrig und vor allem schwankend ist. Zusätzlich wird ein Großteil des aufgenommenen Wirkstoffs beim sogenannten First-Pass-Metabolismus in der Leber bereits wieder abgebaut, bevor er systemisch wirksam werden kann. Das Ergebnis sind verzögerte, inkonsistente und häufig relativ schwache Effekte im Vergleich zur eingesetzten Dosis.

Hier setzen SEDDS-Formulierungen an. Der Begriff steht für „Self-Emulsifying Drug Delivery Systems“ und beschreibt eine spezielle Kombination aus Lipiden, Emulgatoren und teilweise Co-Lösungsmitteln. Der entscheidende Unterschied liegt im Verhalten dieser Systeme im Verdauungstrakt: Sobald sie mit wässriger Umgebung – also Magensaft oder Darmsäften – in Kontakt kommen, bilden sie spontan eine feine Mikro- oder Nanoemulsion, ganz ohne die ansonsten notwendigen Verdauungsschritte.

Diese selbstemulgierenden Systeme erzeugen extrem kleine Tröpfchen im Bereich von wenigen Dutzend bis einigen hundert Nanometern. Im Vergleich zu den deutlich größeren Fetttröpfchen eines klassischen Öls entsteht dadurch eine massiv vergrößerte Oberfläche. Diese Vergrößerung ist entscheidend, denn sie ermöglicht einen intensiveren und effizienteren Kontakt zwischen den gelösten Cannabinoiden und der Schleimhaut des Darms. Die Diffusion durch die Darmwand erfolgt schneller und vollständiger, was unmittelbar zu einer höheren Aufnahme in den Blutkreislauf führt.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil liegt in der geringeren Abhängigkeit von physiologischen Bedingungen. Da SEDDS die Emulsion selbst erzeugen, sind sie deutlich weniger auf Gallensäuren oder enzymatische Prozesse angewiesen. Das bedeutet, dass sie sowohl im nüchternen Zustand als auch unabhängig von individuellen Verdauungsunterschieden zuverlässig funktionieren. Für Anwender äußert sich das in einer deutlich konstanteren Wirkung – ein Faktor, der insbesondere im medizinischen Kontext von großer Bedeutung ist.

Darüber hinaus beeinflusst die Art der Verteilung im Körper die Wirksamkeit erheblich. Während klassische Ölformulierungen überwiegend über den Blutkreislauf und damit zwangsläufig durch die Leber aufgenommen werden, können fein dispergierte Lipidtröpfchen aus SEDDS zu einem größeren Anteil auch über das lymphatische System aufgenommen werden. Dieser alternative Transportweg umgeht teilweise den First-Pass-Metabolismus. In der Praxis bedeutet das, dass ein größerer Anteil des ursprünglich aufgenommenen Wirkstoffs unverändert im systemischen Kreislauf zur Verfügung steht.

Die Kombination dieser Effekte – verbesserte Löslichkeit, größere Oberfläche, optimierte Aufnahmewege und reduzierte Abhängigkeit von Verdauungsprozessen – führt letztlich zu einer deutlich erhöhten Bioverfügbarkeit. In vielen Fällen wird von einer zwei- bis mehrfach höheren effektiven Wirkstoffaufnahme im Vergleich zu klassischen Ölen ausgegangen. Entscheidend ist dabei nicht nur die absolute Höhe, sondern auch die Reproduzierbarkeit: SEDDS liefern häufig stabilere Plasmaspiegel und damit eine gleichmäßigere Wirkung.

Auch der zeitliche Aspekt spielt eine Rolle. Durch die schnellere Bildung der Emulsion und die effizientere Aufnahme kann der Wirkungseintritt deutlich früher erfolgen als bei MCT-Ölen, bei denen zunächst mehrere Verarbeitungsschritte im Verdauungstrakt notwendig sind. Für Anwender bedeutet das eine bessere Steuerbarkeit und eine geringere Unsicherheit hinsichtlich der Wirkdauer.

Trotz dieser Vorteile haben sich SEDDS bisher nicht flächendeckend durchgesetzt. Der Grund dafür liegt weniger in ihrer Wirksamkeit als in ihrer Komplexität. Die Entwicklung stabiler und effizienter SEDDS-Formulierungen ist technologisch anspruchsvoll und kostenintensiver als die Herstellung einfacher Öl-Lösungen. Zudem müssen Emulgatoren und Zusatzstoffe sorgfältig ausgewählt werden, um Stabilität, Verträglichkeit und regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Diese Faktoren machen die Produkte aufwendiger und oft teurer.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der entscheidende Unterschied zwischen MCT-Ölen und SEDDS nicht im Wirkstoff selbst liegt, sondern in dessen biopharmazeutischer Verfügbarkeit. SEDDS lösen das zentrale Problem lipophiler Substanzen – ihre schlechte Verteilung in wässrigen Umgebungen – durch eine ausgefeilte Selbstemulgierung direkt im Körper. Dadurch wird der Wirkstoff schneller, gleichmäßiger und in größerem Umfang verfügbar.

Für Anwender bedeutet das häufig eine stärkere, zuverlässigere und effizientere Wirkung bei gleichzeitig geringerer benötigter Dosis.

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